Dienstag, 17. April 2012
Meischter Schwiizer Meischter !!!!
ZSC ist Meister – dank McCarthys Goal Sekunden vor Schluss
Die ZSC Lions sind Schweizer Meister: In einer dramatischen Finalissima setzen sie sich mit 2:1 beim SC Bern durch und gewinnen die Serie mit 4:3 !!
Steve McCarthy schiesst die ZSC Lions in der Finalissima in Bern zweieinhalb Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum 2:1-Sieg und damit zum siebten Meistertitel.
Der kanadische Verteidiger hatte nach einem Getümmel vor dem Berner Tor aus der Distanz die Übersicht behalten und die entsprechende Lücke gefunden. Das Tor war umstritten. Die Heads anerkannten den Treffer nach Video-Studium. Ambühl war im Torraum, aber behinderte den Goalie nicht. Und Head Kurmann anerkannte den Treffer wegen Regel 47o.
Dabei hatte der SC Bern Spiel 7 rund 50 Minuten lang klar dominiert. Der SCB war den Zürchern physisch bis dahin deutlich überlegen. Die Berner gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe. Sie unterdrückten etwaige Offensiv-Ambitionen der ZSC Lions bereits im Ansatz.
Die Lions kamen eigentlich erst in den letzten zehn Minuten ins Spiel, als sich sie Partie plötzlich zu einem offenen Schlagabtausch entwickelte und die Zürcher am Sieg auch näher standen. Patrick Geering und zweimal Reto Schäppi scheiterten unter anderen jeweils an SCB-Goalie Marco Bührer. Und ZSC-Saisonaufsteiger Luca Cunti verfehlte in aussichtsreicher Position im SCB-Slot die Scheibe. Doch zweieinhalb Sekunden vor Spielende wurden die Lions für ihren starken Endspurt mit dem Meisertor von McCarthy belohnt.
Symptomatisch für den grossen Aufwand des SCB war das 1:1 in der 22. Minute, als die Scheibe erst nach dem vierten Abschluss in Folge im Tor landete. Ivo Rüthemann überwand mit dem eigenen Nachschuss endlich den starken ZSC-Goalie Lukas Flüeler, der sein Team in der Folge in zwei Unterzahl-Situationen im Mitteldrittel vor einem weiteren Gegentreffer bewahrte.
Völlig entgegen dem Spielverlauf waren die ZSC Lions 42 Sekunden vor Drittelsende in Führung gegangen. Andreas Hänni hatte an der Bande in einem Zweikampf gegen Andres Ambühl den Kürzeren gezogen. Der Bündner spielte die Scheibe zu Thibaut Monnet, der die vorwärts orientiert gewesene SCB-Defensive inklusive Goalie Marco Bührer mit einem Pass vor das Tor düpierte. Mark Bastl brauchte für die Lions die Scheibe bloss noch in das offene Gehäuse einzuschieben.
Die ZSC Lions brachten bis zu ihrem Führungstreffer gerade mal drei Distanzschüsse (zweimal durch Thibaut Monnet, einmal durch Luca Cunti) zu Stande. Für die Lions hatte der aufmerksame Keeper Lukas Flüeler einen Rückstand verhindert.
Die ZSC Lions hatten bereits 2001 gegen Lugano nach einem 1:3-Rückstand eine Finalserie noch drehen können – ebenfalls mit einem finalen Triumph auf gegnerischem Eis.
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